Eine unserer lieben Mitlebenden besuchte für ein paar Wochen Ihre Patentante in Costa Rica. Eine aufregende Zeit, an der auch wir Schwestern Teil hatten. Erzählungen und Fotos sollten uns nun diesen Tag verschönern. Es war ein Eintauchen in die Herrlichkeit Gottes in einem anderen Land.
Die kulinarischen Sitten wurden mit Vorsicht beäugt und schliesslich doch bei jedem Bissen zunehmend genossen ...
Mit einem strahlend innerlichen Lächeln kennen wir Sr. M. Raphaela im Garten Blumen und Kräuter für ihren köstlichen Tee pflückend. In Behutsamkeit trocknete sie die verschiedenen Blumen, löste die Blätter sanft von den Stielen. Alles war ein Gemälde der Liebe, wie auch die mit Bauernmalerei verzierten Möbel, die an vielerlei Orten die Räumlichkeiten des Kloster Tübach verschönerten. Ihre Hauptaufgabe im Kloster war allerdings, wie sie selber schreibt, Arbeiten im Haus, Küche und Keller, Landwirtschaft, Malerarbeiten, Krankenpflege, Kerzen verzieren sowie die Pflege der Schwesternbekleidung. Vielfältig und hilfsbereit, so durften wir sie auch nach der Übersiedlung in die Schwesternfamilie von Notkersegg erleben. Fünf Jahre hat sie mit grösstem Eifer das Geschirr gespült und war so eine stille Fee in unserer Küche.
Erst vor einem Jahr nach einem schweren Sturz zog Sr. M. Raphaela in unsere kleine, familiäre Pflegewohngruppe um. Durch die liebevollen Pflegerinnen bekam sie gerade im „Schwächer-Werden“ wichtige seelische und körperliche Unterstützung. So lang sie konnte, nahm sie mit Eifer und grösster Freude am Chorgebet, den Eucharistiefeiern, den Haussegnungen und der Anbetung teil.
Sr. M. Raphaela wuchs mit einem Bruder und zwei Schwestern auf. Eine einfache Landwirtsfamilie. Selbst der Pfarrer schrieb an die damalige Frau Mutter Wiborada im Kloster Tübach, dass die Familie einen guten Ruf habe und alle Kinder wohlerzogen seien. Sr. Raphaela brachte schon damals immer Blumen in die Kirche. So prägte ein selbstverständlicher Bezug zu Gott, eine grosse Liebe zur Schöpfung ihre Kindheit.
Die letzten Monate und Wochen waren für Sr. Raphaela eine schwere Prüfung. Und gerade durch all das Schwere ist unsere Liebe zu Ihr noch mehr gewachsen. Wir sind allen Helfenden besonders unseren Pflegerinnen für ihre Liebesdienste zu grösstem Dank verpflichtet.
Wir bitten Sie um Ihr Gebet und das Gedenken beim heiligen Messopfer.
Der Sonntag begann mit einem Fest zu Ehren des Herr.
Zusammen mit Bischof Beat durften wir die Heilige Messe feiern und Gott in die Mitte des Tages und unseres Zusammenseins stellen. Es war ein herrliches "Beieinander".
Kloster Notkersegg St. Maria v. Guten Rat
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